Ende des 13. Jahrhunderts war Anatolien im Umbruch: Die Macht der Seldschuken zerfiel, und zahlreiche turkmenische Fürstentümer (Beyliks) entstanden. Eines davon lag an der oströmischen Grenze rund um Söğüt und wurde von Osman Bey geführt.

Warum gerade die Osmanen?

Anfangs war das osmanische Fürstentum nicht größer als seine Nachbarn. Doch es hatte zwei entscheidende Vorteile:

  1. Die Lage an der Grenze: Als Nachbar des Oströmischen Reiches zog es Krieger und Abenteurer an.
  2. Pragmatische Herrschaft: Die Osmanen verstanden es, sich mit der christlichen Bevölkerung und den lokalen Herren der eroberten Gebiete zu arrangieren.

1299 und die Schlacht von Bapheus

Als Gründungsjahr gilt traditionell 1299. Osmans Sieg über ein oströmisches Heer in der Schlacht von Bapheus im Jahr 1302 machte ihn bekannt.

Bursa: die erste große Hauptstadt

Osmans Sohn Orhan eroberte Bursa 1326 nach langer Belagerung und machte es zu seiner Hauptstadt. Die Grabmäler von Osman und Orhan kann man noch heute in Tophane in Bursa besuchen.

Der Schritt nach Europa

Mit der Einnahme von Gallipoli in den 1350er Jahren setzten die Osmanen nach Europa über. Nach der Eroberung von Edirne (Adrianopel) verlagerte sich der Schwerpunkt des Staates auf den Balkan, und Edirne wurde neue Hauptstadt.

Die Gründungszeit vor Ort erleben: Fahren Sie nach Bursa: zu den Grabmälern von Osman und Orhan, der Großen Moschee und dem Dorf Cumalıkızık.