Mohács im Süden Ungarns, nahe der Donau, war Schauplatz eines der dunkelsten Daten der ungarischen Geschichte. Am 29. August 1526 besiegte hier das osmanische Heer unter Süleyman dem Prächtigen das Heer des ungarischen Königs Ludwig II.

Die Schlacht

Nach der Eroberung Belgrads 1521 zog Süleyman die Donau entlang weiter. Das ungarische Heer stellte sich ihm auf der Ebene von Mohács entgegen. Die Schlacht war sehr kurz; die Quellen sprechen meist von wenigen Stunden Kampf. Das ungarische Heer erlitt schwere Verluste. König Ludwig II., noch sehr jung, kam auf dem Rückzug in einem Bachbett ums Leben. Auch Pál Tomori, Erzbischof von Kalocsa und einer der führenden Heerführer, fiel.

Die Folgen

Nach dem Sieg zog das osmanische Heer nach Buda. Mit dem Tod des Königs war der Thron verwaist, und es begann ein Streit zwischen Johann Zápolya und dem Habsburger Erzherzog Ferdinand. 1541 stellten die Osmanen Buda unter direkte Verwaltung, und Mittelungarn blieb rund 150 Jahre unter osmanischer Herrschaft. Drei Jahre später stand Süleyman vor Wien; siehe Wien.

Was man heute sieht

  • Nationale Gedenkstätte Mohács: Ein Gedenkpark südlich der Stadt auf einem Teil des Schlachtfeldes, mit geschnitzten hölzernen Grabpfosten und Bauten zum Gedenken an die Gefallenen.
  • Massengräber: Auf dem Gelände liegen Massengräber, die Opfern der Schlacht zugeschrieben werden.
  • Die Stadt Mohács: Eine kleine Stadt an der Donau; das örtliche Museum zeigt Ausstellungen zur Schlacht.

Tipps für den Besuch

Mohács liegt etwa eine halbe bis eine Stunde von Pécs entfernt; beides lässt sich an einem Tag verbinden. Der Gedenkpark liegt außerhalb des Zentrums, planen Sie die Anreise also im Voraus. Ein halber Tag genügt. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Weitere osmanische Spuren in der Nähe finden Sie unter Szigetvár und Budapest.