Mit einem einzigen Steinbogen über der Neretva ist die Brücke von Mostar (Stari Most) vielleicht das bekannteste Symbol des osmanischen Erbes auf dem Balkan.

Der Bau

Die Brücke wurde 1566 unter Süleyman dem Prächtigen vollendet. Ihr Architekt war Mimar Hayreddin, der als Schüler Mimar Sinans gilt. Mit rund 29 Metern Spannweite war sie einer der kühnsten Steinbögen ihrer Zeit. Der Name der Stadt geht auf die „Brückenwächter“ (mostari) zurück, die sie bewachten.

Zerstörung und Wiedergeburt

Die Brücke wurde am 9. November 1993 im Bosnienkrieg zerstört. Nach dem Krieg wurde sie mit einigen aus dem Fluss geborgenen Originalsteinen und traditionellen Techniken wiederaufgebaut und 2004 eröffnet. Brücke und Altstadt stehen seit 2005 auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Was man heute sieht

  • Die Brückenspringer: junge Männer, die aus rund 20 Metern Höhe in die Neretva springen, eine jahrhundertealte Tradition.
  • Basar Kujundžiluk: der gepflasterte osmanische Basar, der zur Brücke führt.
  • Koski-Mehmed-Pascha-Moschee: Von ihrem Minarett bietet sich der schönste Blick auf Brücke und Fluss.